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Am Montag, den 28.09.2026 wurde in der Landesschau Baden-Württemberg ab
18:45 Uhr der „Rote-Socken-Weg“ der Heslacher NaturFreunde als Ausflugstipp gesendet. Aufgenommen wurde die Tour am Samstag, den 12.09.2026 von einem SWR-Team, das uns bei bestem Wanderwetter mit der Kamera begleitete. Start war da um 13:00 Uhr am Marienplatz, dem „hippsten“ Platz im Stuttgarter Süden, der immer schon bedeutsam für den Nahverkehr in der Landeshauptstadt war. Nach dem Lehenviertel als urbanem Raum mit vielen Bauten im „sparsamen“ schwäbischen Jugendstil und einer ganzen Reihe von Stolpersteinen ging es dann durch den Wernhaldenpark, dem „unbekannten“ Naturparadies mitten in der Stadt, hinauf zum Santiago-de-Chile-Platz, wo die Aussicht für die Mühen des Aufstiegs entschädigt. Hier wurden auch die Pläne zur Errichtung eines Denkmals für die Opfer der chilenischen Militärdiktatur erläutert. Nach Überqueren der Neuen Weinsteige ging es im Degerlocher Stadtwald über die Bopserhütte zur Schillereiche und schließlich abwärts zum Weißenburgpark mit Teehaus, Marmorsaal und Plattform mit einem abermals grandiosen Rundumblick auf die Innenstadt. Nach rund drei Stunden mit manch neuen Einblicken, Eindrücken und Erzählungen zur Geschichte, Architektur, Natur, Kultur und Stadtentwicklung beendeten wir für diesen Tag unsere Wanderung bei einem gekühlten isotonischen Getränk im Teehaus (obwohl auch der Rückweg zum Marienplatz über Bopseranlage, Etzelstraße mit Jugendfarm, Falbenhennenplatz, Markuskirche und Alten Zahnradbahnhof noch einige Highlights zu bieten hat!).
Geführte Wanderungen auf dem Rote-Socken-Weg (ggf. auch zusammen mit
anderen Gruppen) oder darüber hinaus und zu unterschiedlichen Schwerpunkten machen wir gerne (Kontakt: NaturFreunde in Heslach e.V., Werner Schmidt, 0170 9069953, werner.schmidt@t-online.de, Thomas Straile, 0160 5553463, thomas.straile@t-online.de, Klaus Hrastnik, 0172 9962393, klaus.rast@web.de). Der Ausflugstipp zum „Rote-Socken-Weg“ der
Heslacher NaturFreunde kann auch jederzeit auf der Homepage des SWR bzw. in der ARD-Mediathek nachgesehen werden: https://www.swr.de/leben/freizeit/wanderung-auf-dem-rote-socken-weg-in-stuttgart-100.html
Auf rund sieben Kilometern führt der von den NaturFreunden Stuttgart-Heslach ausgewiesene „Rote-Socken-Weg“ durch den Stuttgarter Süden. Als Ergänzung zum „Blaustrümpflerweg“ des Schwäbischen Albvereins konzipiert, weist der abwechslungsreiche Rundweg zahlreiche Bezüge zu Geschichte, Architektur, Natur, Kultur und Entwicklung des Stadtbezirks auf. Gekennzeichnet ist er durch Tafeln mit der Abbildung einer roten Socke.
Ein lohnenswerter Aufstieg
Einerseits urban mit vielen kulturellen und historischen Bezügen, andererseits landschaftlich eindrucksvoll: Der „Rote-Socken-Weg“ ist beides. Der auch als „Panoramawanderung“ bezeichnete Rundweg beginnt am Marienplatz und führt von dort aus durch das Lehenviertel mit seinen Gründerzeithäusern und durchquert den Landschaftspark Wernhalde, in dem über 40 Mammutbäume zu bestaunen sind.
Beeindruckende Ausblicke entschädigen für den durchaus anspruchsvollen Aufstieg zum Santiago-de-Chile-Platz, von dem es nicht mehr weit ist zur Schillereiche mit einer ebenfalls herausragenden Weitsicht. Abwärts geht es dann über Weißenburgpark, Bopseranlage, Markuskirche und den Alten Zahnradbahnhof wieder zurück zum Marienplatz. Auch ein Abstecher zum Wohnhaus der Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin ist möglich.
Von den NaturFreunden angelegt
Der „Rote-Socken-Weg“ wurde im Jahr 2010 im Rahmen der Feierlichkeiten der Stuttgarter NaturFreunde zu ihrem 100-jährigen Jubiläum eröffnet. Konzipiert hat den Weg hauptsächlich der Stuttgarter NaturFreund Klaus Hrastnik. Der kannte die Auf- und Abstiege aus jahrelanger Wandererfahrung, bewältigte sie früher regelmäßig mit dem Fahrrad.
Die Betreuung des Weges durch die NaturFreunde umfasst die Kennzeichnung, nicht die Beseitigung von Mängeln. Nach fast eineinhalbjähriger Sperrung wurden 2015 – auch auf Drängen der NaturFreunde – schadhafte Stufen und Handläufe im Bereich der Fangelsbachklinge saniert, um die Verkehrssicherheit im ökologisch wertvollsten und landschaftlich reizvollsten Teil des Wanderwegs durch den Wernhaldenpark zu gewährleisten. Als eigenen Beitrag spendeten die NaturFreunde eine dringend benötigte Ersatzbank.