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Offener Brief an OB Nopper

Anlässlich der Versammlung der “Querdenker” am Ostersamstag, 3.4.2021, haben die NaturFreunde Stuttgart einen offenen Brief an den Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Nopper geschrieben und darin die Kritik an derartigen Versammlungen/Kundgebungen geäußert.

Der Brief ist hier zu lesen: ⇒ Offener Brief an OB Nopper

Inzwischen haben wir von einigen Fraktionen des Gemeinderats Reaktionen auf unseren offenen Brief erhalten, die hier nachzulesen sind.


25 Jahre anerkannter Naturschutzverband

Die Jubiläumsfeier „25 Jahre anerkannter Naturschutzverband“, die am 5. Dezember 2020 digital stattfand, verlief sehr gelungen. Alexander Habermeier, Landesgeschäftsführer der NaturFreunde Württemberg, moderierte die Veranstaltung. Man trank gemeinsam Sekt vor dem Computer und es gab lobende Worte aus dem Landtag von Dr. Markus Rösler sowie von befreundeten Verbänden. „Eine sehr würdevolle Feier für die NaturFreunde“, lobte Sylvia Pilarski-Grosch, Geschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg.


Corona-Situation in Brasilien/Manaus

In den Medien häufen sich Berichte über die katastrophale Corona-Situation in Brasilien und besonders in der Amazonasmetropole Manaus. POEMA e.V. Stuttgart hat Kontakt aufgenommen mit Vertretern der CIMI in Manaus und ihnen Unterstützung angeboten und hat einen größeren Geldbetrag nach Manaus gespendet. In diesen Zeiten ist es besonders wichtig, die Gruppen und Bewegungen in Amazonien zu unterstützen, die sich in besonderer Weise für das Lebensrecht der Indigenen und den Schutz ihrer Lebensräume einsetzen.

POEMA hat nun ein Antwortschreiben aus Manaus veröffentlicht: hier nachzulesen

Spendenkonto für Hilfen:  GLS-Bank  –  IBAN: DE16 4306 0967 7024 6671 01


NaturFreunde Global – Klimagerechtigkeit – solidarisch leben.

Es tut sich was: die NaturFreunde Baden-Württemberg haben den Fachbereich Global gegründet und seit April 2020 arbeitet dafür Miriam Streit als Referentin.
Am 10. Oktober fand ein Fachtag „Hand in Hand – für globale Gerechtigkeit und Solidarität! Afrikanische Sichtweise“ statt, pandemiebedingt als Videokonferenz. Im einleitenden Referat zeigte Mamadou Mbodji (Präsident der afrikanischen Naturfreunde-Verbände und Vize-Präsident der NFI) die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität und Lebensbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent, insbesondere auch im Hinblick auf die Landwirtschaft, auf. Angesichts der Tatsache, dass Afrika nur mit 4% zu den Treibhausgas-Emissionen beiträgt, die Menschen dort aber am stärksten unter den Folgen des Klimawandels – nämlich zu 95% – leiden, forderte er verstärkte Maßnahmen der Verursacher-Länder, um die Treibhausgasemissionen drastisch zu verringern.
In weiteren Beiträgen schilderten Pablo Agbogan (Togo) und Omar Jammeh (Gambia), wie sich die afrikanischen NaturFreunde in zahlreichen Maßnahmen und Projekten, auch mit internationaler Unterstützung, den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels entgegenstellen.
In der anschließenden Diskussion wurden weitere verschiedene Aspekte aufgegriffen, wie die Frage der Geschlechtergerechtigkeit. Ohne Geschlechtergerechtigkeit ist Klimagerechtigkeit nicht erreichbar, so die eindeutige Aussage der afrikanischen NaturFreunde – dafür ist das Umwelt- und Ausbildungszentrum in Bekhar/Senegal ein leuchtendes Beispiel. Angesprochen wurde auch der NaturFreunde KlimaFonds, der für zahlreiche positive Impulse auf lokaler Ebene sorgt. Abgesehen davon, dass der Sinn jeder Flugreise hinterfragt werden sollte, bietet diese Kompensationsmöglichkeit uns NaturFreunden die Möglichkeit Einfluss darauf zu nehmen, wofür diese Mittel eingesetzt werden.
Der Fachtag soll im Frühjahr 2021 weitergeführt werden. Im zweiten Teil sollen die Ideen, wie Veränderung möglich und umsetzbar ist, weiterentwickelt werden. Für diese Veranstaltung ist die Kooperation mit Partnern wie der NaturFreundeJugend, Fridays for Future, Fairafric und den Kampagnen gegen Ceta und für ein Lieferkettengesetz geplant.
(https://naturfreunde-global.de/aktionen)

Wer an dem Thema Interesse hat, kann sich hier informieren: NaturFreunde Deutschland: https://www.naturfreunde.de/global oder NaturFreunde Baden-Württemberg: https://www.naturfreunde-global.de/wer-wir-sind

Wer in Stuttgart Interesse an dem Thema „NaturFreunde global“ hat, den Austausch sucht oder aktiv werden will, kann sich gerne an uns wenden – wir sind am Überlegen, was wir in Stuttgart als NaturFreunde auf die Beine stellen können.
Kontakt über: Christel Gerstenäcker, e-mail: cp-graf-ge@t-online.de


Resolution zur Wohnungspolitik

Die NaturFreunde Stuttgart haben auf ihrer Jahreshauptversammlung 2019 eine Resolution zur Wohnungspolitik und zum Flächenverbrauch in Stuttgart und in der Region verabschiedet. Darin regen wir ein Umdenken in der Siedlungspolitik an. Durch ein zukunftsfähiges Stadtplanungskonzept soll die Bodenspekulation gestoppt werden, wir wenden uns gegen die Ausweisung neuer Flächen in bisher nicht bebauten Bereichen und mahnen gleichzeitig einen dringenden Handlungsbedarf gegen den Wohnungsnotstand an.
Wesentliche Handlungspunkte aus der Resolution sind die Forderungen nach einem strategischen Flächenmanagement, ein Konzept, wo Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen als Ziel einer kompakten und integrierten Siedlungsstruktur angestrebt wird und keine neuen Ein- und Zweifamilienhaus-Siedlungen in der Region ausgewiesen werden.
Wir fordern eine Wiederaufnahme des sozialen Wohnungsbaus und wollen, dass Baugemeinschaften, die ein generationsübergreifendes Wohnen zum Ziel haben, bei der Vergabe von Grundstücksflächen bevorzugt werden. Eine Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich darf sich nicht nachteilig auf das Stadtklima auswirken.
Weitere Punkte sind die Nutzung von Wohnreserven, wir fordern wirksame Maßnahmen gegen Leerstand und Zweckentfremdung von Wohnraum und wenden uns strikt gegen den Verkauf von Sozialwohnungen an profitorientierte Investoren.

Hier klicken und vollständigen Wortlaut der Resolution lesen!