Aktuelles zum Kinder- und Jugend-Schutzkonzept der NaturFreunde Stuttgart
Wie bereits in der letzten Ausschuss-Sitzung, in der Jahreshauptversammlung und bei den Treffen der Natursportgruppen mehrfach berichtet, verlangen sowohl die Stadt Stuttgart als auch der Württembergisches Landessportbund von Vereinen ein aktuelles Kinder- und Jugend-Schutzkonzept. Es dient vor allem dem Schutz von Kindern und Schutzbefohlenen, aber auch von Mitarbeitenden und Vereinsverantwortlichen.
Im Februar fand im Naturfreundehaus Fuchsrain eine Veranstaltung mit Larissa Fässler der Beauftragten des Stadtjugendrings für die Kinderschutz-Konzepte der Verbände statt, die von dem AK „Schutzkonzept“ der NaturFreunde organisiert wurde. Sie informierte über die einzelnen Module, die von den Einrichtungen bis zur Fertigstellung des gesamten Konzepts erbracht werden müssen. Die Selbstverpflichtungserklärung und das erweiterte Führungszeugnis werden gerade in den Fachgruppen der NaturFreunde auf den Weg gebracht. Als nächster Schritt folgt nun die Erstellung einer Risikopotenzialanalyse. Dazu sollen sich die einzelnen Gruppen überlegen, wo und in welchen Zusammenhang Grenzüberschreitungen mit Kindern stattfinden oder stattfinden können, oder Merkmale wahrgenommen werden können, wo Kindern (sexuelle) Gewalt erfahren.
Ein Anschreiben an die Fach- und Sportgruppen mit einem Fragebogen zum eignen Ist-Stand wurde bereits im April verschickt. Die Antworten und Rückmeldungen ausgefüllten Fragebögen wertet der AK zusammen mit dem Stadtjugendring aus, um weitere notwendige Maßnahmen mit uns zu planen. Wer die Fragebögen noch nicht zurück geschickt hat, sollte dies umgehend erledigen.
Zukünftig sollte auch mind. eine Person pro Gruppe, die mit Kindern im Ehrenamt zu tun hat, eine Fortbildung nachweisen. Ihr könnt euch beispielsweise gern schon zu einem ganztägigen Sensibilisierungskurs des Stadtjugendrings anmelden: 5.5. / 8.10. und 7.12. (Ort wird noch bekannt gegeben) jeweils 18-21 Uhr kostenfrei. Bei Fragen Kontakt: Larissa.faessler@sjr-stuttgart.de mobil 0157 73585392.
Jahreshauptversammlung der NaturFreunde Stuttgart 2026
Über 70 Mitglieder der Naturfreunde nutzten die Chance an der Jahreshauptversammlung des Vereins in der Gaststätte des Naturfreundehauses Fuchsrain teilzunehmen. Da in diesem Jahr keine Wahlen stattfanden, konnten sie sich einem speziellen Thema widmen. Christian Werner von der Stolperkunst, Schauspieler und Mitarbeiter bei der Initiative Lern -und Gedenkort Hotel Silber stellte den Ansatz von Stolperkunst dar. Dabei geht es um die Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern und jungen Menschen neue Formen der Erinnerungskultur zu entwickeln. Beispielhaft wurde der Film „Die doppelte Lücke“ gezeigt, die eine Problematik im Rathaus aufzeigt, dass bis vor kurzem nichts an die Entlassung und Deportation von Verwaltungsmitarbeitenden erinnert hat. Auch an die Machenschaften des Bürgermeisters Karl Strölin im Nationalsozialismus findet kein Hinweis statt. Die Berichte des Vorstands zeigen, dass die NaturFreunde Stuttgart, erst recht nach dem Verkauf des Naturfreundehauses Aidlingen finanziell gut aufgestellt sind. Der Vorstand konnte über eine gute Arbeit berichten. Doch sind alle Vorstandsmitglieder am Leistungslimit einer ehrenamtlichen Arbeit angelangt. Deshalb wurde auch erstmals ein Antrag diskutiert, dass eine Konzeption und Machbarkeit zur Einstellung einer hauptamtlichen Kraft erwogen wird. Die Gelder aus dem Erlös des Naturfreundehauses Aidlingen soll grundsätzlich in die Sanierung der anderen bestehenden Häuser fließen. Aufgrund dessen konnte auch dem Ausbau der Gästezimmer im Naturfreundehaus Fuchsrain zugestimmt werden. Um die NaturFreunde zukunftsfähiger zu machen, wurde beantragt, dass es künftig eine neue Fachgruppe Kinder- und Jugendarbeit geben soll. Diese soll Aufgaben und Ideen entwickeln, wie die NaturFreunde neue Mitglieder und Familien gewinnen können, um die Überalterung zu stoppen. In den Diskussionsbeiträgen zeigten sich die NaturFreundinnen und Freunde zufrieden über die anregende Jahreshauptversammlung und waren der Meinung, dass notwendige Schritte eingeleitet werden, um den Verband zu erneuern.


Kurswochenende zum Saisonstart
Mit einer einfachen Tagestour hat alles begonnen. Mittlerweile haben die Skitourengeher:innen der Naturfreunde Skischule Stuttgart das zweite Januarwochenende zu einem festen Saisonauftakt mit einem ansehnlichen Kursprogramm ausgebaut. In diesem Jahr konnten wir einen Skilehrer für einen Tageskurs gewinnen, der den Teilnehmenden noch einmal die richtige Skitechnik vermittelte, um sich optimal für die Abfahrten im freien Gelände zu wappnen.
Parallel dazu fand ein Lawinenkunde Grundlagenkurs statt. Ziel des zweitägigen Kurses war es, den Teilnehmer:innen das notwendige Basiswissen zu vermitteln, um eigenständig Touren im freien Gelände zu planen und durchzuführen – eben unter Berücksichtigung der aktuellen Lawinenverhältnisse. Im Freibergseehaus, unserem Quartier für das Wochenende, stand am ersten Tag Theorie auf dem Programm, während wir am darauf folgenden Samstag eine Exkursion ins Kleinwalsertal unternahmen. Der anhaltende Schneefall, die eingeschränkte Sicht und der starke Wind verdeutlichten nicht nur die Notwendigkeit, sich intensiv mit dem Thema Lawinen auseinanderzusetzen, sondern auch, dass eine gründliche Tourenplanung bereits die halbe Miete ist.
Ebenfalls am Samstag konnten wir unser Training zur Suche von Verschütteten durchführen, das im Laufe der Jahre bereits von dutzenden Tourengeher:innen besucht wurde.
Am Abend saßen die Teilnehmer:innen der verschiedenen Kurse in geselliger Runde zusammen und tauschten Erfahrungen aus. Gleichzeitig musste sorgfältig geplant werden, wo unsere Tagestour am Sonntag hingehen soll. Trotz des Neuschnees herrschte in den tiefergelegenen Gebieten noch Schneemangel, während die Lawinengefahr in höheren Lagen zu angespannt war.
Schließlich entschieden wir uns für das Riedberger Horn. Eigentlich eine eher kurze Tour, die wir jedoch mit mehreren Aufstiegen und Abfahrten zu einer ausgewachsenen Skitour erweitern konnten – mit herrlichem Pulverschnee und ab der Mittagszeit sogar Sonnenschein.