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Zum Abschluss der Erinnerungswoche für Kinder, die während der NS-Herrschaft in der Stuttgarter Kinderklinik wegen ihrer Behinderung ermordet wurden, hatte die NaturFreunde-Radgruppe Stuttgart am 7. Juli einen Fahrradkorso von Flacht nach Stuttgart organisiert. Unterwegs schlossen sich an verschiedenen Stationen weitere Teilnehmer an, darunter auch etliche NaturFreunde. Neben einem großen Artikel über die Verlegung von drei Stolpersteinen für sowjetische Zwangsarbeiterkinder, würdigte die Stuttgarter Zeitung am 9. Juli die Veranstaltung mit einem großen Bild unter der Bildunterschrift:

Korso erinnert an Kindereuthanasie

   (Foto Lg/Rudel)

Gedenken – Gemessenen Schrittes schreiten die Gedenkenden über die Kreuzung am Charlottenplatz. Auf einem Banner steht: „Kindereuthanasie“. Ziel des Korsos ist das Stadtpalais, wo am Samstagnachmittag die Erinnerungswoche „Schlaf, Kindlein, schlaf “ ausklingt. Gestartet war der Korso in Flacht. Nach Stationen in Leonberg und Gerlingen führte der Weg auch an Orten in Stuttgart vorbei, die mit der Ermordung behinderter Kinder in der NS-Zeit verknüpft sind wie die einstige Kinderklinik an der Türlenstraße. Im Gedenken hat der Tross ein Ewiges Licht mitgeführt. Beim Abschlussgottesdienst sagte die Degerlocher Pfarrerin Hélène Eichrodt-Kessel: „Sinn dieser Woche war es zu erinnern und zu trauern, aber auch das Leben in seiner ganzen Vielfalt zu feiern.“


Picknick auf der B14

Die B14 ist ein Symbol für die jahrzehntelange Verkehrspolitik in Stuttgart, eine Verkehrspolitik für die hochsubventionierte Automobilität. Automobilität, die uns Raum raubt und uns krank macht.

Wir haben uns an verstopfte Straßen, lange Staus, an Abgase und Motorenlärm gewöhnt. Schluss jetzt: mit Umweltverpestung, mit grotesker Autofixierung, mit kriminellen Machenschaften der Autoindustrie und mit einer Politik, die wegschaut. Weg von der Automobilität, her mit neuen Wegen der Mobilität für eine gerechte und gesunde Stadt.

Unter diesem Motto hatten verschiedene Organisationen, darunter die NaturFreunde Stuttgart und die Radgruppe, am Sonntag, 22. Juli zu einer Aktion aufgerufen: Picknicken auf der B14. Von 14 – 16 Uhr war die Straße zwischen Charlottenplatz und Gebhard-Müller-Platz einseitig gesperrt. Eine gute Stunde lang war ein buntes Treiben auf der Straße- dann löste ein heftiger Regen den Spaß vorzeitig auf.

 


NaturFreunde Untertürkheim: Spendenaufruf für diesjährige Ferienaktion

Seit 25 Jahren: NaturFreunde helfen Tschernobyl-Kindern

Wir sind dankbar, dass wir durch die Hilfe unserer Mitglieder und Freunden der Tschernobyl-Kinder bis jetzt 480 Kindern aus Weißrussland Erholung bieten konnten. Wieder haben wir 20 Kinder mit Handicap eingeladen. Es sind die Kinder der Tschernobyl-Kinder. Ihre Eltern haben ihnen die strahlungsbedingten GEN-Veränderungen weitervererbt. Der kindliche Organismus reagiert viel stärker auf die Strahlung der über 40 freigesetzten Radionuklide, die die Kernreaktion 1986 freigesetzt hat. Diese haben unterschiedliche Halbwertzeiten. Cäsium 137, z.B. hat 30 Jahre. Diese 30 Jahre sind vergangen, doch die Hälfte des freigesetzten Cäsiums strahlt noch immer und halbiert diesen Wert in den nächsten 30 Jahren, um dann wiederum nach 30 Jahren diesen zu halbieren. Das muss man sich immer ins Bewusstsein rufen, um zu realisieren, dass noch viele Generationen unter dieser Belastung des Supergaus von 1986 werden leben müssen. Die Menschen dieser Region sind Tag für Tag dieser Strahlung ausgesetzt. Laut der Stuttgarter Zeitung müssen bei uns in Baden-Württemberg von den erlegten Wildschweinen noch immer 67% entsorgt werden, weil ihr Fleisch radioaktiv verseucht ist!

Die solidarische Hilfe ist Aufgabe noch für viele Generationen!

Den geeigneten Rahmen für Spiel und Basteln, Sport und Spaß in freier Natur bietet das NaturFreunde-Haus Sechselberg, bewirtschaftet von ehrenamtlichen Betreuern. Der Aufenthalt im Schwäbischen Wald soll die Immunkraft stärken mit frischer, nicht kontaminierter Nahrung und in strahlungsfreier Umgebung. Die Ausflüge (Wilhelma und Fernsehturm)  und  Besichtigungen bringen den Kindern neue Eindrücke für ihre Entwicklung. Unsere Gäste vom 28. Juli bis 18. August 2018 kommen aus dem Stadt- und Landkreis Buda-Koschelewo. Alle Kinder kommen aus sozial schwachen, oft unvollständigen Familien. Zum Jubiläum gibt es am 11. August das Bergfest, Gäste und Kuchen sind willkommen.

Mit viel Engagement leisten die NaturFreunde die Betreuung der Kinder ehrenamtlich, doch entstehen Kosten für An- und Abreise, Versicherung, Lebensmittel, Getränke, Ausflüge, Fahrgeld, Bastelmaterial usw.

Für diese humanitäre Hilfsaktion bitten wir Sie wieder um Ihre Unterstützung

Stichwort: Tschernobyl-Kinder

IBAN: DE25 6006 0396 0001 0100 00

BIC:   GENODES1UTV

Wir sind vom Finanzamt Stuttgart berechtigt eine Spendenbestätigung auszustellen. Bitte geben Sie Ihre vollständige Adresse an. Danke!

Kontaktadresse: Margarete Hofstetter, Fellbacher Str. 113, 70327 Stuttgart. Fon 0711 332 996