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Jahreshauptversammlung der NaturFreunde Stuttgart

Die diesjährige Jahreshauptversammlung wählte einen komplett neuen geschäftsführenden Vorstand. Judith Vowinkel und Peter Hanle, die seit der Umstrukturierung des Bezirks im Jahr 2012 gemeinsam mit Udo Strauß Vorsitzende des Vereins waren, hatten nicht mehr kandidiert. Udo war schon 2016 ausgeschieden.
Die Versammlung wählte Ulrike Möhrle und Martin Ruffner von der OG S-West und Klaus-Jürgen Ledebur von der OG Degerloch zu den neuen gleichberechtigten Vorsitzenden. Zusammen mit dem Kassierer Roland Moosbrugger bilden sie nun den geschäftsführenden Vorstand. Judith und Peter bleiben weiterhin als Beisitzer im Vorstand der NaturFreunde Stuttgart, dem noch Yves Mutschelknaus und Friederike Votteler als Schriftführerin angehören. Ein fünftes Vorstandsmitglied konnte kurzfristig auf der Hauptversammlung nicht gefunden werden, nachdem ein Genosse seine schon gemachte Zusage wieder zurückzog. Ausgeschieden aus dem bisherigen Vorstand waren Mathias Sendelbach, Wolfgang Kämmerer und Rainer Ackermann.

Erfolgreiche Entwicklung in den letzten Jahren
Peter Hanle skizzierte in seinem Bericht kurz die Entwicklung der Stuttgarter Naturfreunde in den letzten zehn Jahren. Er zitierte den früheren Bezirksvorsitzenden Waldemar Grytz, der noch 2010 vor der Bezirkskonferenz erklärt hatte, dass die Situation im Bezirk über Jahre hinweg gemeinsam auf vielen Sitzungen, Klausuren und Bezirkskonferenzen diskutiert wurde und leider weiterstgehend ohne befriedigendes Ergebnis blieb und dass es so nicht mehr weitergehen kann. Es stand sogar die Auflösung des Bezirks als Option im Raum.
Ab dem Zeitpunkt ging man das Problem ernsthaft an. Nach vielen Diskussionen und viel Arbeit hat sich der Bezirk im Jahr 2012 eine neue Satzung gegeben. Seitdem heißt er NaturFreunde Stuttgart und hat sowohl Ortsgruppen- als auch Bezirksfunktionen, mit dem Ziel, einen einheitlichen Verein für alle Stuttgarter Gruppen zu bilden.

Neue Strukturen haben sich als tragfähig erwiesen
Neue erfolgreiche Projekte waren: Internetauftritt mit einem Veranstaltungskalender für das ganze Stadtgebiet, gemeinsame Jahresthemen für alle Gruppen, regelmäßige Veranstaltungen wie Familientag, Naturfreundetag oder der Seniorennachmittag. Die seit vielen Jahren angebotenen Matineen haben weiterhin einen festen Besucherkreis. Es werden monatliche Veranstaltungen im Steinbergle angeboten, Themenabende gemeinsam mit einer Ortsgruppe durchgeführt, Rundbriefe und seit neuestem ein Newsletter verschickt. Seit 3 Jahren ist das Büro im Fuchsrain mit einer festen Stelle besetzt. Die Mitgliederentwicklung der NaturFreunde Stuttgart ist derzeit positiv. Damit das so bleibt, ist ein gutes Familienprogramm unerlässlich.
Der Vereinigungsprozess geht zwar langsamer als ursprünglich geplant, aber der Stand der Fusionierung kann sich trotzdem sehen lassen: Die Gruppen Mühlhausen-Zuffenhausen-Stammheim, Sillenbuch, Weilimdorf, Nord, seit Januar 2018 Möhringen haben fusioniert, es folgen Degerloch und Stuttgart-West, weitere Gruppen diskutieren eine Fusion in absehbarer Zeit. Je mehr Gruppen dazukommen, desto wichtiger wird eine effektive Gestaltung der Vorstandsarbeit.

Außenwirkung
Judith Vowinkel stellte in ihrem Bericht die Wirkung des Vereins nach außen vor: Sie betonte die Bedeutung der sozialen Medien für die gesellschaftliche Entwicklung, die Vernetzung auf der politischen Ebene, Schwerpunkte im Jugendhilfebereich, bei der Gleichstellung und der Erinnerungskultur. Die Eröffnung der Gedenkstätte Hotel Silber kommt jetzt 2019. Beteiligung an inhaltlichen Diskussionen sowie Beiträge der Naturfreunde zu Veranstaltungen sind wichtig.

Kassenbericht
Roland Moosbrugger stellte im Kassenbericht heraus, dass die finanzielle Grundlage der NaturFreunde Stuttgart auf einer soliden Basis steht. Mittel für Investitionen für die Naturfreundehäuser stehen in ausreichenden Maß zur Verfügung. Allerdings wird die Pflege der Außenanlagen aus Mitglieder-Ressourcen zunehmend schwieriger.
Die Mitgliederentwicklung ist zurzeit positiv: Ca. 20 neue Mitglieder kommen jährlich vornehmlich über die Skischule. Allerdings sind Bundes-Schnuppermitgliedschaften zunehmend ein Problem: Durch den geringen Beitragssatz stellen sie eine Konkurrenz zur Ortsgruppenmitgliedschaft dar. Diese Mitglieder profitieren von der Mitgliedschaft, ohne dass die Gruppen vor Ort einen finanziellen Nutzen davon haben.

Anträge:
Zum Jahresthema für die kommenden zwei Jahre wurde der Titel „Klimaschutz gerecht gestalten: lokal, global und sozial“ gewählt.
Es gab 2 Anträge für neue Natura Trails: Die Stadtteilgruppe Sillenbuch möchte in einem Natura Trail „Filder“ das NFH Rosshau in Degerloch mit dem Clara-Zetkin Waldheim in Sillenbuch verbinden, die Stadtteilgruppe Weilimdorf im Gebiet der Stadtbezirke Feuerbach, Weilimdorf und Zuffenhausen einen Natura Trail „Lemberg/Greutterwald“ kreieren. Ebenfalls von Weilimdorf kam der Antrag, die Wegmarkierungen der Wege ins Krummbachtal zu überprüfen, und wo notwendig zu erneuern. Bei allen 3 Vorhaben dürfen Interessierte gerne mitarbeiten. Einfach bei der Redaktion oder im Büro melden!

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Stärkenberatung. Nico Schmidt, verantwortlich dafür im Landesverband, stellte der Versammlung das Projekt vor.

Kinder und Jugendaktivitäten
Bärbel Kemmler gab einen Bericht zu den Kinder und Jugendaktivitäten bei den Naturfreunden in Stuttgart: Sie skizzierte die Grundstruktur für eine Zukunftsarbeit. Dazu gehören Veranstaltungsreihen in Naturfreundehäusern oder anderen Orten, die an Themenfelder wie Natursport oder Naturerfahrung gebunden sein sollten. Hinzu kommen Einzelveranstaltungen (Familientag im NFH Krummbachtal,
Sommerferienbetreuung, Beteiligung bei interkulturellem Kinderfest und Kinder- und Jugend-Festival). Es gibt einige Gruppen wie die OG West, die OG Degerloch, die Radgruppe und die Skischule, die erfolgreiche Kinderangebote durchführen. Leider mussten die Gruppe in Vaihingen und die im  vorletzten Jahr mit anfänglich gutem Erfolg in Weilimdorf gegründete Umweltdetektivgruppe seit diesem Jahr eingestellt werden, weil die Honorarkräfte dafür nicht mehr zur Verfügung stehen: die Erfahrung zeigt, dass jeweils eine Betreuung für eine Gruppe zu wenig ist.