Aktuelles

 

NaturFreundetag im Steinbergle

Viele NaturFreunde-Gruppen waren auf dem diesjährigen NaturFreundetag, am Sonntag, 15.9.2019 vertreten. Ulrike Möhrle, Vorsitzende der NaturFreunde Stuttgart, konnte hundertzehn Besucher begrüßen, die sich bei herrlichem Spätsommerwetter im NaturFreundehaus Steinbergle eingefunden hatten. Auf einer gemeinsamen Wanderung kamen einige der Teilnehmer aus dem Stuttgarter Westen hoch zum Steinbergle auf der Tour Nr. 5 der „Wege aus dem Westen“, die vom Hölderlinplatz über die Doggenburg auf den Killesberg und zum Steinbergle führt. Diese Wandervorschläge, inzwischen wieder neu aufgelegt und bearbeitet, sind eine Initiative der NaturFreunde, die vom Bezirksbeirat Stuttgart-West unterstützt wird. Eine Radtour der Radgruppe führte ebenfalls zum Steinbergle. Sie hatte das „Bauen im Zeichen von Stuttgarter Bauausstellungen“ zum Thema. Die internationale Bauausstellung wirft ihre Schatten voraus. Auf der Tour wurden die Ergebnisse früherer Bauausstellungen angeschaut. Damals entstanden auch Bauten im Geiste der jeweiligen Ausstellungen: Die beispielhafte Bebauung Stuttgarter Hanglagen, Stuttgarter Villen, die „Holzwurmsiedlung“, eine dem Zeitgeist angepasste Kirche oder die Weißenhofsiedlung. Ein sehr ähnliches Thema war mit dem Spaziergang durch die Weißenhofsiedlung und anschließendem Besuch des Museums im Le Corbusier Haus verbunden. Fünfzehn Interessierte nutzten die Gelegenheit, vor Beginn des NaturFreunde-tages die Weißenhofsiedlung näher zu inspizieren.

Mit Kulinarischem wartete das Team des NaturFreundehauses auf, und selbstgebackener
Kuchen wurde von NaturFreunde-Mitgliedern angeboten. Beeindruckend gleich nach der Eröffnung war der der Auftritt der Tanztheatergruppe „Salamaleque“, die ihre Ausdruckstänze in den Dienst von sozialen Projekten stellt. Salamaleque e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Stuttgart und unterstützt Hifsprojekte der Salamaleque Dance Company. Das Projekt wurde von der Stuttgarter Tänzerin und Choreographin Heidi Rehse im Jahr 2000 in den Elendsvierteln von Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Seitdem
gibt es Tanzprojekte in verschiedenen Ländern. U.a. eröffnet das Tanzprojekt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, angestaute Emotionen nach traumatischen Erlebnissen herauszulassen. Unter der Leitung von Heidi Rehse gab es für die Seele drei wunderschöne
Tänze der Gruppe. Die Sammlung für ein soziales Projekt erbrachte 290 Euro. Dafür den herzlichen Dank des Vorstandes. Die Feelin Good Blues Band unterhielt die Besucher mit fetzigem Blues.

Fazit: wieder eine gelungene Veranstaltung für die Stuttgarter NaturFreunde.


Stadtleben – Stuttgart im Dialog

Solidarische Naherholung – Geschichte und Zukunft der Waldheime

Eine Veranstaltung des Fritz-Erler-Forum am Mittwoch, 18.9.2019 im NaturFreundehaus Steinbergle.

Weitere Informationen: Einladung_Stadtleben_Sept_2019

Bitte anmelden unter folgendem Link:  Online-Formular

 


Stellungnahme der NaturFreunde Stuttgart zum Luftreinhalteplan

Die NaturFreunde Stuttgart haben an das Regierungspräsidium Stuttgart eine Stellungnahme zum Luftreinhalteplan versandt.

Hier klicken und vollständige Stellungnahme lesen!


Resolution zur Wohnungspolitik

Die NaturFreunde Stuttgart haben auf ihrer Jahreshauptversammlung 2019 eine Resolution zur Wohnungspolitik und zum Flächenverbrauch in Stuttgart und in der Region verabschiedet. Darin regen wir ein Umdenken in der Siedlungspolitik an. Durch ein zukunftsfähiges Stadtplanungskonzept soll die Bodenspekulation gestoppt werden, wir wenden uns gegen die Ausweisung neuer Flächen in bisher nicht bebauten Bereichen und mahnen gleichzeitig einen dringenden Handlungsbedarf gegen den Wohnungsnotstand an.
Wesentliche Handlungspunkte aus der Resolution sind die Forderungen nach einem strategischen Flächenmanagement, ein Konzept, wo Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen als Ziel einer kompakten und integrierten Siedlungsstruktur angestrebt wird und keine neuen Ein- und Zweifamilienhaus-Siedlungen in der Region ausgewiesen werden.
Wir fordern eine Wiederaufnahme des sozialen Wohnungsbaus und wollen, dass Baugemeinschaften, die ein generationsübergreifendes Wohnen zum Ziel haben, bei der Vergabe von Grundstücksflächen bevorzugt werden. Eine Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich darf sich nicht nachteilig auf das Stadtklima auswirken.
Weitere Punkte sind die Nutzung von Wohnreserven, wir fordern wirksame Maßnahmen gegen Leerstand und Zweckentfremdung von Wohnraum und wenden uns strikt gegen den Verkauf von Sozialwohnungen an profitorientierte Investoren.

Hier klicken und vollständigen Wortlaut der Resolution lesen!

 


Jahreshauptversammlung 2018 der NaturFreunde Stuttgart

Die diesjährige Jahreshauptversammlung wählte einen komplett neuen geschäftsführenden Vorstand. Judith Vowinkel und Peter Hanle, die seit der Umstrukturierung des Bezirks im Jahr 2012 gemeinsam mit Udo Strauß Vorsitzende des Vereins waren, hatten nicht mehr kandidiert. Udo war schon 2016 ausgeschieden.
Die Versammlung wählte Ulrike Möhrle und Martin Ruffner von der OG S-West und Klaus-Jürgen Ledebur von der OG Degerloch zu den neuen gleichberechtigten Vorsitzenden. Zusammen mit dem Kassierer Roland Moosbrugger bilden sie nun den geschäftsführenden Vorstand. Judith und Peter bleiben weiterhin als Beisitzer im Vorstand der NaturFreunde Stuttgart, dem noch Yves Mutschelknaus und Friederike Votteler als Schriftführerin angehören. Ein fünftes Vorstandsmitglied konnte kurzfristig auf der Hauptversammlung nicht gefunden werden, nachdem ein Genosse seine schon gemachte Zusage wieder zurückzog. Ausgeschieden aus dem bisherigen Vorstand waren Mathias Sendelbach, Wolfgang Kämmerer und Rainer Ackermann.

Erfolgreiche Entwicklung in den letzten Jahren
Peter Hanle skizzierte in seinem Bericht kurz die Entwicklung der Stuttgarter Naturfreunde in den letzten zehn Jahren. Er zitierte den früheren Bezirksvorsitzenden Waldemar Grytz, der noch 2010 vor der Bezirkskonferenz erklärt hatte, dass die Situation im Bezirk über Jahre hinweg gemeinsam auf vielen Sitzungen, Klausuren und Bezirkskonferenzen diskutiert wurde und leider weiterstgehend ohne befriedigendes Ergebnis blieb und dass es so nicht mehr weitergehen kann. Es stand sogar die Auflösung des Bezirks als Option im Raum.
Ab dem Zeitpunkt ging man das Problem ernsthaft an. Nach vielen Diskussionen und viel Arbeit hat sich der Bezirk im Jahr 2012 eine neue Satzung gegeben. Seitdem heißt er NaturFreunde Stuttgart und hat sowohl Ortsgruppen- als auch Bezirksfunktionen, mit dem Ziel, einen einheitlichen Verein für alle Stuttgarter Gruppen zu bilden.

Neue Strukturen haben sich als tragfähig erwiesen
Neue erfolgreiche Projekte waren: Internetauftritt mit einem Veranstaltungskalender für das ganze Stadtgebiet, gemeinsame Jahresthemen für alle Gruppen, regelmäßige Veranstaltungen wie Familientag, Naturfreundetag oder der Seniorennachmittag. Die seit vielen Jahren angebotenen Matineen haben weiterhin einen festen Besucherkreis. Es werden monatliche Veranstaltungen im Steinbergle angeboten, Themenabende gemeinsam mit einer Ortsgruppe durchgeführt, Rundbriefe und seit neuestem ein Newsletter verschickt. Seit 3 Jahren ist das Büro im Fuchsrain mit einer festen Stelle besetzt. Die Mitgliederentwicklung der NaturFreunde Stuttgart ist derzeit positiv. Damit das so bleibt, ist ein gutes Familienprogramm unerlässlich.
Der Vereinigungsprozess geht zwar langsamer als ursprünglich geplant, aber der Stand der Fusionierung kann sich trotzdem sehen lassen: Die Gruppen Mühlhausen-Zuffenhausen-Stammheim, Sillenbuch, Weilimdorf, Nord, seit Januar 2018 Möhringen haben fusioniert, es folgen Degerloch und Stuttgart-West, weitere Gruppen diskutieren eine Fusion in absehbarer Zeit. Je mehr Gruppen dazukommen, desto wichtiger wird eine effektive Gestaltung der Vorstandsarbeit.

Außenwirkung
Judith Vowinkel stellte in ihrem Bericht die Wirkung des Vereins nach außen vor: Sie betonte die Bedeutung der sozialen Medien für die gesellschaftliche Entwicklung, die Vernetzung auf der politischen Ebene, Schwerpunkte im Jugendhilfebereich, bei der Gleichstellung und der Erinnerungskultur. Die Eröffnung der Gedenkstätte Hotel Silber kommt jetzt 2019. Beteiligung an inhaltlichen Diskussionen sowie Beiträge der Naturfreunde zu Veranstaltungen sind wichtig.

Kassenbericht
Roland Moosbrugger stellte im Kassenbericht heraus, dass die finanzielle Grundlage der NaturFreunde Stuttgart auf einer soliden Basis steht. Mittel für Investitionen für die Naturfreundehäuser stehen in ausreichenden Maß zur Verfügung. Allerdings wird die Pflege der Außenanlagen aus Mitglieder-Ressourcen zunehmend schwieriger.
Die Mitgliederentwicklung ist zurzeit positiv: Ca. 20 neue Mitglieder kommen jährlich vornehmlich über die Skischule. Allerdings sind Bundes-Schnuppermitgliedschaften zunehmend ein Problem: Durch den geringen Beitragssatz stellen sie eine Konkurrenz zur Ortsgruppenmitgliedschaft dar. Diese Mitglieder profitieren von der Mitgliedschaft, ohne dass die Gruppen vor Ort einen finanziellen Nutzen davon haben.

Anträge:
Zum Jahresthema für die kommenden zwei Jahre wurde der Titel „Klimaschutz gerecht gestalten: lokal, global und sozial“ gewählt.
Es gab 2 Anträge für neue Natura Trails: Die Stadtteilgruppe Sillenbuch möchte in einem Natura Trail „Filder“ das NFH Rosshau in Degerloch mit dem Clara-Zetkin Waldheim in Sillenbuch verbinden, die Stadtteilgruppe Weilimdorf im Gebiet der Stadtbezirke Feuerbach, Weilimdorf und Zuffenhausen einen Natura Trail „Lemberg/Greutterwald“ kreieren. Ebenfalls von Weilimdorf kam der Antrag, die Wegmarkierungen der Wege ins Krummbachtal zu überprüfen, und wo notwendig zu erneuern. Bei allen 3 Vorhaben dürfen Interessierte gerne mitarbeiten. Einfach bei der Redaktion oder im Büro melden!

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Stärkenberatung. Nico Schmidt, verantwortlich dafür im Landesverband, stellte der Versammlung das Projekt vor.

Kinder und Jugendaktivitäten
Bärbel Kemmler gab einen Bericht zu den Kinder und Jugendaktivitäten bei den Naturfreunden in Stuttgart: Sie skizzierte die Grundstruktur für eine Zukunftsarbeit. Dazu gehören Veranstaltungsreihen in Naturfreundehäusern oder anderen Orten, die an Themenfelder wie Natursport oder Naturerfahrung gebunden sein sollten. Hinzu kommen Einzelveranstaltungen (Familientag im NFH Krummbachtal,
Sommerferienbetreuung, Beteiligung bei interkulturellem Kinderfest und Kinder- und Jugend-Festival). Es gibt einige Gruppen wie die OG West, die OG Degerloch, die Radgruppe und die Skischule, die erfolgreiche Kinderangebote durchführen. Leider mussten die Gruppe in Vaihingen und die im  vorletzten Jahr mit anfänglich gutem Erfolg in Weilimdorf gegründete Umweltdetektivgruppe seit diesem Jahr eingestellt werden, weil die Honorarkräfte dafür nicht mehr zur Verfügung stehen: die Erfahrung zeigt, dass jeweils eine Betreuung für eine Gruppe zu wenig ist.