Matinee – LOTTE RAYSS (1912 – 2008)

25.11. 2018, 10:30 Uhr - 15:00 Uhr
Veranstaltungsort
Clara Zetkin Haus Sillenbuch

Verdammt und entrechtet. Stuttgart – Basel – Moskau
… und 16 Jahre Gulag und Verbannung.

Lotte Strub-Rayß war Pionierleiterin der Stuttgarter KPD. Zu ihrer Botnanger Gruppe gehörten u.a. Markus und Konrad Wolf sowie Gretel Weber. Mit Friedrich Wolf besuchte sie auch das NaturFreundehaus Römerstein.

„Die Autobiographie ist die Geschichte einer jungen Frau, die nach dem Ersten Weltkrieg in einer schwäbischen bürgerlichen Familie aufwuchs. Sie studierte Kunst an der Stuttgarter Kunstgewerbeschule, verliebte sich in den bekannten Arzt und Dramatiker Friedrich Wolf und erlebte die ganz große Liebe. Früh wandte sie sich der linken Bewegung zu und leistete Widerstand gegen das erstarkende NS-Regime. Sie rettete 1933 die später berühmten Söhne des Dichters Konrad und Markus Wolf und sein Archiv. 1933 musste sie Deutschland verlassen. Sie floh über mehrere Stationen nach Moskau. In Engels studierte sie Pädagogik, heiratete den Journalisten Lorenz Lochthofen. 1938 wurde sie Opfer des Stalinterrors, erlitt 16 Jahre Gulag und Verbannung. Diese Memoiren sind ein Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur, eine Dokumentation der End-Zeit-Weimarer Republik, eine Aufklärungsschrift zur Gulag- und Verbannungsgeschichte der Sowjetunion und zum Schicksal deutscher Politemigranten.“ Dr. habil. Horst Groschopp, Kulturwissenschaftler

Konrad Rayß, der Sohn von Lotte Rayß stellt das 2018 im Trafo Literaturverlag Berlin erschienene Buch in der NaturFreunde-Matinee vor. Aus dem Nachlass herausgegeben von Konrad Rayß, mit einem kultur-wissenschaftlichen Nachwort von Horst Groschopp.

Veranstalter: NaturFreundeStuttgart

Ort: Clara-Zetkin-Haus, Sillenbuch, Gorch-Fock-Str. 26

Beginn: 10.30 Uhr

Flyer: