Globale Eskalation oder Schritte zum Frieden?

24.09. 2017, 10:30 Uhr - 17:00 Uhr


Sonntag, 24.9.2017, Matinee in Sillenbuch

Wohin bewegt sich die deutsche Außenpolitik?

Weltweit stehen die Zeichen auf Konfrontation: Wirtschaftskriege und offene militärische Kriege werden vorbereitet und durchgeführt. Allein den so genannten Krieg gegen den Terror haben weit mehr als eine Million Menschen mit ihrem Leben bezahlt und an der Blockade Jemens drohen weitere Millionen zu sterben. Die deutsche Außenpolitik scheint unfähig zur kritischen Reflektion über die verheerenden Folgen ihrer Politik, stattdessen sollen zukünftig noch mehr deutsche Soldaten in noch mehr Kriegs- und Besatzungseinsätzen aktiv sein. Dafür soll der Anteil der Militärausgaben auf mindestens 2 Prozent des BIP nahezu verdoppelt werden. Nach wie vor werden Rüstungsexporte selbst in akute Krisenregionen genehmigt. Die Problematik soll kurz anhand der Situation in den Golfstaaten erläutert werden. Die Referentin Claudia Haydt wird im Nachgang zum Antikriegstag die Interessen und die Konsequenzen des aktuellen Kurses der deutschen Militärpolitik aufzeigen und dies konfrontieren mit möglichen Schritten in Richtung Deeskalation. Mit UN-Initiativen wie denen zur Ächtung aller Atomwaffen oder für fairere Handelsbeziehungen stehen auch Schritte in eine friedlichere Welt auf der globalen Tagesordnung. Es besteht die Möglichkeit gemeinsam zu diskutieren, wie und an welchem Punkten wir auch vor Ort politischen Druck in Richtung Deeskalation entfalten können.

Referentin: Claudia Haydt Religionswissenschaftlerin, Dozentin für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Mitbegründerin der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., aktiv in der Friedensbewegung seit den 80er Jahren.

Beginn 10.30 Uhr im Clara-Zetkin-Haus Sillenbuch, Gorch-Fock-Str. 26, U7/8 Haltestelle Silberwald