Fahrräder für Afrika!

Fahrräder für Afrika!

Dein altes Fahrrad hilft, das Leben in Afrika nachhaltig zu verbessern.

Seit 2010/2011 gibt es eine Initiative Fahrräder für Afrika, die ihren Ursprung in Oschatz/Sachsen hat.

Das Ziel ist der Aufbau von Fahrradwerkstätten in Afrika und die Ausbildung von Einheimischen zu Fahrradmechanikern. Dies bildet die Grundlage zum Aufbau eines neuen Wirtschaftszweiges und die Möglichkeit einer nachhaltigen Einkommensgenerierung. Der Mangel an Mobilität des Einzelnen bremst den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufschwung in Entwicklungsländern. In Afrika gibt es kaum öffentliche Verkehrsmittel. Autos sind für viele unerschwinglich. Ein Fahrrad stellt für die breite Öffentlichkeit ein erschwingliches und robustes Fortbewegungsmittel dar. Zudem ist es auch dort die umweltfreundlichste Art, sich schnell fortzubewegen.

Wir können mit Fahrrädern helfen:

Sowohl einfache Anbieter von Waren als auch die Gesundheitsberater sind derzeit vielfach zu Fuß unterwegs um ihrer Arbeit nachzugehen. Dabei verbringen sie einen Bruchteil der eingesetzten Arbeitszeit mit der eigentlichen Tätigkeit (Verkaufen von Waren/Aufklärungsarbeit). Im ländlichen Raum ist eine fehlende Infrastruktur öffentlicher Verkehrsmittel alltäglich. Die Überbrückung der Distanzen erfolgt mangels anderer Möglichkeiten zu Fuß mit 4 – 6 km/h. Ein Fahrrad, dass im Schnitt 15 – 20 km/h fährt verkürzt diese Zeit um ein vielfaches. Im Ergebnis steht der eigentlichen
Tätigkeit mehr Zeit zur Verfügung. Diese Produktivitätsverbesserung findet Ressourcen schonend im Kleinen bei jedem Fahrradnutzer statt.
Schulen im ländlichen Raum liegen teils dutzende Kilometer vom Wohnort einer Familie entfernt. Viele Kinder sind gezwungen, zum Familieneinkommen beizutragen. Schulwegzeiten von 2 bis 3 Stunden zu Fuß sind keine Seltenheit. Dies überfordert die Kinder körperlich und mental. Viele Kinder kommen vom langen Schulweg müde in ihrer Schule an. Somit werden schulische Leistungen beeinträchtigt oder schlimmstenfalls Schulbesuche gleich ganz unterlassen. Fahrräder helfen über den oben beschriebenen Produktivitätseffekt Schulbesuche zu ermöglichen, schulische Leistungen zu verbessern und geben mehr Zeit, zu Hause zu helfen. Sie sind ein einfacher Schlüssel zu einer höheren Grundbildung der Bevölkerung, die entscheidend ist für eine langfristige Situationsverbesserung. Einfach gebrauchte nicht mehr benötigte Fahrräder
bei der Sammelstelle abgeben. Schwerpunkt der Aktivitäten ist Subsahara-Afrika, d.h. afrikanische Staaten südlich der Sahara (z.B. Ghana, Eritrea, Togo, Gambia). In Stuttgart organisiert der Verein Technik & Solidarität e.V. schwerpunktmäßig die Fahrradsammlungen und Organisation des Transports nach Afrika. Auch andere sind beim Fahrradsammeln in Stuttgart aktiv, z.B. der BUND B-W, VCD B-W und Lastenrad Stuttgart.

Kontakt: https://www.facebook.com/afrikafahrrad. Fahrradannahme des Vereins Technik und Solidarität ist zur Zeit jeden Donnerstag von 15 bis 18:30 Uhr und jeden Samstag von 11 bis 15 Uhr am Fahrradlager Containercity an den Wagenhallen Innerer Nordbahnhof in Stuttgart Nord.
■ Siegfried Merkel